Reiterurlaub in Holland
Wo der Wald direkt am Stall beginnt

Kein Fahrbahnwechsel, keine Ampel, keine Stelle, an der Sie absitzen und ein nervöses Pferd über Asphalt führen. Die Stallungen liegen zentral im Gelände und grenzen unmittelbar an den Reitweg.
Von dort öffnet sich das Vechtdal. Sandwege durch alten Kiefernwald, dazwischen offene Heideflächen, die im August violett stehen. Ein Teil der Strecke führt an der Sandverwehung entlang, die hier alle nur die Sahara nennen, ein weites, helles Stück Landschaft, das mitten im Wald völlig unerwartet auftaucht.
Der Untergrund ist überwiegend Sand und streckenweise leicht hügelig. Angenehm zu reiten, auch nach nassen Tagen. Die Routen sind ausgeschildert und von Wanderwegen und Mountainbike-Strecken getrennt. Sie werden also nicht von einem Rad überholt, mit dem niemand gerechnet hat.
Was Sie unterwegs sehen: Rehe gehören zum Alltag, Eichhörnchen ohnehin. Mit Ruhe und etwas Glück auch ein Wildschwein oder ein Dachs. Vom Pferderücken aus lassen Wildtiere Menschen deutlich näher heran als zu Fuß, das ist einer der stillen Vorzüge des Reitens, über den selten jemand spricht.
Buchen Sie Ihren UrlaubNeben den Stallungen liegen ein eigener Pony-Stellplatz und die Pony-Bungalows. Wer dort schläft, sieht den Stall aus dem Fenster. Für ein Kind mit Pflegepony ist das nicht Beiwerk, sondern der Kern des Urlaubs.
Wenn Sie lieber tiefer im Wald stehen: Über das Gelände verteilt finden Sie Komfortstellplätze, Chalets, Lodges, Bungalows und Glamping-Unterkünfte, einige davon mit eigener Sauna. Ab 2027 sind Unterkünfte bereits ab zwei Nächten buchbar, was ein verlängertes Reiterwochenende möglich macht.
Urlaub buchenWer in den Niederlanden reiten möchte, denkt zuerst an Strand. Das ist verständlich und ein schönes Bild, hat aber einen Haken: Strandritte sind wetterabhängig, an vielen Küstenabschnitten saisonal beschränkt und für unerfahrene Pferde eine echte Belastungsprobe.
Das Vechtdal in Overijssel bietet das Gegenteil. Geschützte Waldwege, die bei Wind und Regen fast unverändert bereitbar bleiben, ein abwechslungsreiches Gelände auf kurzer Distanz und keine Saisonsperren. Dazu liegt es näher: Ommen erreichen Sie in rund einer Stunde ab Nordhorn und in etwa zwei Stunden ab Osnabrück oder Münster.
Das Städtchen Ommen liegt wenige Kilometer entfernt, ebenso der Fluss Vecht. Für die Tage, an denen niemand in den Sattel möchte, ist das die naheliegende Alternative.
Mehr über die Umgebung erfahren
Im Ponystall stehen mehr als 20 Shetlandponys. Kinder können eines davon für die Dauer des Aufenthalts als eigenes Pflegepony übernehmen.
Das ist bewusst kein Reitkurs. Ihr Kind lernt unter Anleitung, was zum Pony gehört, bevor man darauf sitzt: putzen, füttern, ausmisten, führen. Jeden Tag zwischen 10 und 16 Uhr ist das Pony für Ihr Kind da. Freitags haben die Ponys ihren Ruhetag.
Zwei Varianten:
Dazu gehören ein persönlicher Empfang in der Reithalle, ein Willkommenspaket mit Ponyheft, ein Leihrucksack mit Bürsten und Zubehör sowie wechselnde Zusatzaktionen: Schrecktraining, ein Ausritt zur Sahara, Ponykuchen backen, Putzen und Flechten.
Erst einmal ausprobieren? Ein geführter Ponyspaziergang kostet 20 Euro für 30 Minuten oder 30 Euro für eine Stunde, buchbar bis spätestens sieben Tage im Voraus.
Sie bringen Ihr eigenes Pferd mit?
Dann ist die Pensionsstallung im Park für Sie da, mit festen Boxen, Fütterung, Paddocks und einem Reitplatz mit Agterberg-Boden. Alle Maße, Leistungen und Tarife finden Sie auf der Seite [Alles zur Pferdebox].
Dauer | Preis |
|---|---|
2 Tage | 120,00 Euro |
3 Tage | 160,00 Euro |
4 Tage | 204,00 Euro |
5 Tage | 245,00 Euro |
6 Tage | 290,00 Euro |
Buchbar zu jedem Stellplatz und jeder Unterkunft, das ganze Jahr über. Die Zahl der Pflegeponys ist begrenzt, deshalb lohnt sich frühes Reservieren.

Gut aufgehoben sind Sie hier, wenn:
Weniger passend ist Ommerland, wenn:

Ab welchem Alter kann mein Kind bei Ihnen aufs Pony?
Ab vier Jahren, bei maximal 45 Kilo und 1,50 Meter Körpergröße, für das Spazierpony mit geführten Schrittausritten. Das Kuschelpony ohne Reiten hat keine Altersgrenze.
Mein Kind hat noch nie auf einem Pony gesessen. Ist das ein Problem?
Nein, im Gegenteil. Der Pflegepony-Urlaub ist genau dafür gemacht. Ein Instruktor macht Ihr Kind zuerst mit dem Pony bekannt, danach geht es Schritt für Schritt weiter. Vorkenntnisse sind nicht nötig, und Sie als Elternteil gehen bei den Ausritten mit.
Ist Reiterurlaub auch außerhalb der Schulferien möglich?
Ja. Ponystall und Stallungen sind ganzjährig geöffnet, und der Pflegepony-Urlaub lässt sich das ganze Jahr über dazubuchen. Außerhalb der Ferien ist es im Park spürbar ruhiger.
Wie sind die Reitwege beschaffen?
Überwiegend Sandwege durch Wald und Heide, streckenweise leicht hügelig, ausgeschildert und von Wander- und Mountainbike-Strecken getrennt. Sie beginnen unmittelbar am Park.
Was machen wir, wenn es tagelang regnet?
Die Sandwege bleiben auch bei Nässe gut bereitbar, und der Reitplatz ist mit einem Spezialboden ausgestattet, der Wasser abzieht. Für den Rest der Familie gibt es Schwimmbäder, eine Indoor-Spielhalle und das Wellnesszentrum.
Können wir das Pony sehen, bevor wir buchen?
Auf der Seite unseres Ponystalls stellen wir unsere Ponys einzeln vor. Welches Pony Ihr Kind bekommt, entscheidet sich vor Ort beim ersten Kennenlernen, passend zu Größe und Erfahrung.

So sieht ein Reiterurlaub aus, bei dem Reiten nicht der Tagesausflug ist, sondern der Tag.
Die Zahl der Pflegeponys ist begrenzt und die Boxen sind in den Ferienwochen regelmäßig zuerst ausgebucht. Sichern Sie sich beides zusammen mit Ihrer Unterkunft.
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